Wenn es in der Ausbildung um die Wurst geht

Lehre zum/zur Fleischverarbeiter:in
Lehre zum/zur Fleischverarbeiter:in
18.08.2025
Lesedauer: 3 Minuten

Fleischverarbeitung ist weit mehr als nur ein traditionelles Handwerk. Vom fachmännischen Zerlegen bis hin zur Zubereitung köstlicher Fleisch- und Wurstwaren bietet sich Fleischverarbeiter:innen ein breites Arbeitsfeld. Lehrling Michael Stöger gibt Einblick in seinen Arbeitsalltag und verrät, was ihm daran besonders gut gefällt.

Ob Schweinsbraten, Wiener Schnitzel oder Rindsgulasch: Fleisch kommt in den meisten Haushalten regelmäßig auf den Tisch. Damit es in bester Qualität auf den Teller kommt, braucht es gut ausgebildete Fachkräfte: Fleischverarbeiter:innen kümmern sich darum, dass aus dem Schlachtvieh hochwertige Produkte entstehen. Sie zerlegen das Tier (die Schlachtung übernehmen meist spezialisierte Betriebe), entfernen Innereien, bereiten das Fleisch für den Verkauf vor oder verarbeiten es zu Fleisch- und Wurstwaren.

Dabei wird mariniert, gepökelt, geräuchert, gebraten, gekühlt, getrocknet und gewürzt. Auch das Abfüllen und Verpacken der Waren gehört zu den Aufgaben dieser Berufsgruppe. Was viele nicht wissen: Bereits vor der Schlachtung der Tiere überprüfen Fleischverarbeiter:innen deren Qualität und Herkunft

Vielfältiges Arbeitsumfeld

Nicht zuletzt gehören auch die Reinigung und Instandhaltung der Werkzeuge, Maschinen und Geräte zu den typischen To-dos eines/einer Fleischverarbeiter:in. All diese Tätigkeiten sind zugegebenermaßen nicht jedermanns (bzw. jederfraus) Sache. Wer aber keine Berührungsängste mit rohem Fleisch und Innereien hat, dem eröffnet dieser Beruf ein breit gefächertes Arbeitsgebiet und kreative Entwicklungsmöglichkeiten.

So wie Michael Stöger. Im Video verrät der Lehrling was ihm an seinem Job in der Fleischerei ganz besonders gut gefällt und welche Arbeiten seinen Alltag dort bestimmen.

Man muss zwar nicht unbedingt ein eingefleischter Steak-Fan sein, dennoch sind bei angehenden Fleischverarbeiter:innen bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten gefragt. Neben einem guten Geruchs- und Geschmackssinn braucht es u.a. handwerkliches Geschick, Fingerfertigkeit, ein gutes Augenmaß und Beobachtungsgabe. Ein ausgeprägtes Hygienebewusstsein sollte oberste Priorität haben, aber auch Sicherheitsdenken und das Thema Umwelt spielen eine große Rolle.

Technisches Verständnis gefragt

In kleinstrukturierten Betrieben führen Fleischverarbeiter:innen meist alle Tätigkeiten selbst und von Hand aus, während sie in größeren (Industrie-)Metzgereien oft auf einzelne Arbeitsbereiche spezialisiert sind und von modernen Geräten unterstützt werden. Wer also auch technisch auf Zack ist, ist klar im Vorteil. All jene, die in der Schule Bewegung und Sport, Deutsch, Englisch, Geografie, Wirtschaftskunde sowie Ernährung und Haushalt zu ihren Lieblingsfächern zählten, haben auch ein gutes Rüstzeug für eine Lehre im Fleischergewerbe.

Vom Lehrling zum Fleischsommelier

Die duale Lehrausbildung zum/zur Fleischverarbeiter:in, übrigens neben der Ausbildung zum/zur Fleischverkäufer:in der zweite Lehrberuf der Branche, dauert in Österreich drei Jahre und endet mit der Lehrabschlussprüfung. Als nächstes bietet sich die Meisterprüfung an, die zur Selbstständigkeit berechtigt. 

Mit dem Meisterbrief in der Hand, eröffnet sich eine weitere, in Österreich einzigartige, Weiterbildungsoption – jene zum diplomierten Fleischsommelier bzw. zur diplomierten Fleischsommelière. Diese sieht eine Vertiefung in den Bereichen Sensorik, Food-Design und Technologie vor. Darüber hinaus bietet die Lebensmittelakademie des österreichischen Gewerbes ein abwechslungsreiches Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten von Mitarbeiter- und Betriebsführung bis hin zu Marketing an. Jedenfalls stehen Fleischverarbeiter:innen abwechslungsreiche Karrieremöglichkeiten offen.

Zu den Tiroler Metzgereien

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