Konditorenhandwerk als Lebenswerk

Konditorei Großgasteiger, Innsbruck
Konditorei Großgasteiger, Innsbruck
13.04.2026
Lesedauer: 3 Minuten

Nach mehr als 30 Jahren, geprägt von unvergesslichen Momenten und Herausforderungen, blicken Robert und Ursula Großgasteiger auf ihre Karriere zurück. Das Unternehmerpaar führt eine Konditorei inklusive Café in Hötting, Innsbruck. 2028 legt Robert sein Handwerk nieder, und die Großgasteigers schließen ein Kapitel. Eine persönliche Geschichte über Erfolge, Begegnungen und die Suche nach einer würdigen Nachfolge.

Leben voller Kuchen und Geschichten

„Der Beruf des Konditors ist ein wunderschöner Weg, um Menschen zusammenzubringen“, sagt der Konditormeister. Seit 1992 führt er gemeinsam mit seiner Frau das Konditorei-Café in der Schneeburggasse 3.  
 
Eigentlich hatte Robert Betriebswirtschaft studiert. Doch als sein Vater, ebenfalls Konditormeister, in den Ruhestand gehen wollte, übernahm der Innsbrucker den Betrieb. Er absolvierte Ausbildung und Gesellenprüfung noch während des Studiums. Und eröffnete wenige Jahre später mit Ursula ein eigenes Café.  

Die Backstube als Homeoffice

Nur eine Straße weiter vom Café entfernt, arbeiten Robert und eine Konditor-Gesellin fast täglich an den süßen Kreationen: Von Faschingskrapfen und begehrten Mohnfüllungen bis hin zu Buchteln. Ein Duft, der den Großgasteigers bis ins Schlafzimmer folgt. Denn die Backstube befindet sich direkt im Wohnhaus des Konditormeisters und seiner Familie.  

Vom Backofen ziehen Gebäck und Kuchen weiter in die Vitrine des Cafés. Aber auch über kleine Imbisse wie Suppen und Lasagne freuen sich die Gäste in Hötting. 

Wir sind quasi die Dorfzentrale, der Treffpunkt für Jung und Alt, Studierende und Reisende.

Robert Großgasteiger

Berufung mit Begegnungen

Das Gesellige und der Austausch zwischen den Gästen sind für Robert und Ursula das Herzstück des Betriebs. „Jeden Sonntag kommt der Pfarrer samt Pfarrgemeinderat zu uns. Es gibt immer interessante Gespräche. Das ist eine der schönsten Seiten am Beruf“, sagt der Unternehmer. Jungen Nachwuchs-Konditor:innen empfiehlt er das Handwerk vor allem deshalb, weil sie ihre Kreativität ausleben können. Und sie die Option haben, überall auf der Welt zu arbeiten.

Vom Ende zum Neuanfang

Mit Blick auf die Zukunft ihres Cafés suchen die Großgasteigers potenzielle Nachfolger:innen. „Ideal wäre ein junges Paar. Der Betrieb ist voll ausgestattet und wartet darauf, von jemandem übernommen zu werden, der offen für Neues ist“, sagt Robert, der sich trotz Leidenschaft auf den nächsten Lebensabschnitt freut.  
 
Mit 31. Dezember 2027 schließt das Café in der Schneeburggasse. Bis zur endgültigen Pensionierung im Jahr 2028 beliefert die Konditorei Großgasteiger weiterhin Kund:innen – gerne auch die neuen Inhaber:innen des Cafés.  

Das letzte Kuchenstück

Robert und Ursula Großgasteiger haben viel gegeben und gelernt, während sie ihren Betrieb aufgebaut und weiterentwickelt haben. „Ich arbeite gerne, aber ich habe noch ein paar andere Projekte geplant“, sagt Robert mit einem Lächeln. Was bleibt, sind die Geschichten, die in ihrem Konditorei-Café ausgetauscht wurden. Der Geschmack der Nussschnecken, Krapfen und Buchteln.  
 
Das Lokal mit 40 Sitzplätzen und Gastgarten in Hötting bietet nicht nur eine gute Geschäftsgrundlage – es ist ein Stück Tiroler Tradition, das auf einen neuen Auftrag wartet.  

Zur betriebsinformation

Mehrere kleine rosa Törtchen mit Dekor auf einem Gitter

Konditorei Großgasteiger

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